Mein Bericht zu dem European Cup Run-Archery 2017

Ich beginne mit ein paar Worten zur Einleitung. Anschließend möchte ich aus meinem persönlichem Erleben vom oben genannten Wettkampf berichten. Seit Sommer 2013 bin ich im Bogensport bei Bau Union. Meist schaffe ich es einmal in der Woche zu trainieren und profitiere von den offenen zeitlichen Angeboten zur Nutzung der Halle oder dem Platz. Das Laufen trainiere ich schon länger, bevor ich zum Bogensport kam, habe ich in Berlin an diversen Laufveranstaltungen teligenommen.
2014 machte mich Jacob auf den Werderaner Bogensportverein aufmerksam, die auch für den Bogenlauf trainieren und einmal im Jahr einen Wettkampf dazu anbieten. Das fand ich für mich eine geeignete sportliche Kombination. So nahm ich auch in den Jahren 2015 und 2016 an Wettkämpfen teil.
In diesem Jahr nun kam mir der Vorschlag von Stefan hier bei Bau Union einen europäischen Wettkampf, auch noch als Cup gedacht, auszutragen entgegen. Trotzdem war ich zögerlich mit meiner Anmeldung, da ich schon in den vergangenen Jahren die Teilnehmer an diesen Wettkämpfen kennen gelernt habe und von ihrer sportlichen Leistung weiß. Das kann ich mit dem Training und den wenigen Erfahrungen nicht schaffen. Habe mich dann aber entschlossen und mich angemeldet.
Und so kam der 22.07.17, der Samstag. Ich weiß, dass viele fleissige Helfer vom Bogensport von Bau Union schon am Freitag vor Ort waren. Es kamen die Teilnehmer, die anreisen mussten und der Pacours musste aufgebaut werden. Das habe ich aber nur dann erlebt, als alles schon stand. Dafür rief mich Sandra von den Werderanern und Jacob an, ob nicht die fünf Helfer von Kuhfelde bei mir übernachten könnten. Ich bereitete alles vor und so wurde es an diesem Abend noch sehr lebendig bei mir. Jeder fand einen Platz.
Dann begann am nächsten Morgen, dem Samstag der Cup, der auch noch Sonntag lief. Die Niederländer hatten Klappscheiben mitgebracht, die aufgestellt wurden und so schoß ich das erste Mal auf Klappscheiben. Es waren vier Scheiben, die mit fünf Schuss getroffen werden sollten. Die Laufrunden heute waren je 400 m und mussten drei, bzw. vier Mal gelaufen werden. Das war die Sprint-Disziplin. Geschossen wurde im Stehen nach der ersten Runde, dann im Knien, dann wieder Stehen und die letzte Runde wurde dann die Zielrunde.
Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, Niederlande, Russland, Tschechien und Frankreich. Der Tag verlief gut, die Kampfrichter und Linienrichter, aber auch alle anderen Helfen waren sehr engagiert und so verlief alles fair und wir hatten viel Spaß und sportliche Aktivität. Die Teilnehmer gaben echt alles. Auch die Siegerehrung verlief super, Jacob war unermüdlich an seinem PC und der Wettergott spielte mit.
Am nächsten Tag war dann die Langstrecke dran. Das waren Runden mit 800m. Aber auch am Sonntag verlief alles gut und fair, keiner verletzte sich und allen gelang die Teilnahme bis zum Schluss erfolgreich. Die Emotionen schlugen immer wieder hoch an beiden Tagen und das Publikum feuerte unermüdlich alle Teilnehmer an. So wurde dieser Wettkampf aus meiner Sicht zum vollen Erfolg. Wenn es auch am Sonntag immer mal wieder regnete. Auch diese Hürde meisterten die Helfer und Richter gut.

Der Wettkampf in den Niederlanden, zu dem ich mich nach langen Zögern entschloss zu fahren, war im September.
Am Freitag den 22.09.17 kam ich in Zoetermeer an. Beim Einchecken im Hotel traf ich die anderen Teilnehmer. Viele kannte ich von dem Wettkampf bei Bau Union, aber es kamen noch aus Frankreich, Russland und Niederlande einige dazu. So war das Teilnehmerfeld größer. Leider startete ich als einzige Frau in meiner Altersklasse. Bei den Männern starteten in der Masterklasse mehr.
Als ich am Samstag mir den Parcours ansah, sah ich mich vor neuen Herausforderungen. Zum einen gab es richtige Steigungen und schräge Berghänge als Laufstrecke, dann war der Boden an vielen Stellen auch noch schlammig. Das wurde im Laufe des Turnier natürlich nicht besser. Außerdem musste ich alles zwei Mal laufen, zuerst die Qualifikation, dann die Final-Runden.
Wir starteten mit der Langstrecke und am Sonntag dann die Sprintrunden. Was ich dort in den Niederlanden sehr schön und super geeignet fand, war die Bogensportanlage. Es war eine richtige große Halle mit mindestens 20 Schießscheiben, Tischen und Theke, Ausschank usw. Draußen war auch ein guter Platz im Freien zum Schießen.
Die Stimmung war anfangs auch gut, aber ich fand die Helfer und Kampfrichter nicht so souverän wie in Berlin. Auch die organisatorischen Abläufe wirkten nicht so professionell wie ich sie im Juli bei Bau Union erlebt habe. Ich saß am Samstag vier Stunden rum, bevor der zweite Start für mich war. Den Anderen die mit mir in Berlin gestartet sind ging es nicht anders. Es starteten plötzlich sehr viele Niederländer in einer eigenen Wertung und was mich am meisten irritierte, für all die Starter gab es Urkunden und Medallien, ich bekam weder das eine noch das andere. Mit der Begründung, dass ich ja allein gestartet bin in meiner Altersklasse. In den Altersklassen der Frauen nahmen sie dann alle zusammen. Irgendwie erschloss sich mir das System der Wertung nicht. Das Problem hatten auch andere der dort gestarteten mir bekannten Teilnehmer mit denen ich mich über meine Irritation austauschte.
Das war dann am Sonntag auch noch so, nur bin ich da schon um 15:00 Uhr los, um nach Hause zu fahren und bekam nicht alles mehr mit.
Aber ich hörte das es auch Sonntag Ungereimtheiten gab, was in meinen Augen und einiger mir bekannter Sportler den Wettkampf etwas trübte. Das Wetter war jedoch super: beide Tage strahlend blauer Himmel, Sonne und 22-24°C. Die sportliche Aktivität und das Zusammensein mit den vielen netten Leuten trug dazu bei, dass meine Stimmung gut blieb, ich mich über meine Erfolge freute und ich denke, ich werde auch nächstes Jahr wieder an Wettkämpfen vom Bogenlauf teilnehmen.

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