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Samstag, 8.00. Die Sonne scheint durch das Fenster. Ich wache auf. Heute ist es soweit. Noch im Halbschlaf packe ich meine Sachen zusammen und fahre zum Stadion des 1. Mai, unserer Bogensport-Trainingsstätte. Durch den Fahrtwind, morgendliche Hupkonzerte auf der Frankfurter Allee und vor allem Vorfreude auf den bevorstehenden Tag schon viel wacher, komme ich an. 2 Scheiben, 4 Bögen, 12 Pfeile und 99 Luftballons sind schnell gefunden und verladen, sodass es auch schon losgehen kann: Auf zum Sommerfest der Fußballabteilung!

Nachdem wir uns den Weg durch das Dolgenseelabyrinth gebahnt und den Sportplatz erreicht hatten, helfen uns Jungfußballer beim Abladen und Aufbauen. Kurz vor 10.00 ist alles an seinem Platz und es könnte losgehen. Ich höre eine Lautsprecherstimme. Sie gibt den Startschuss und keine Minute ist vergangen bis die ersten Kinder bei mir stehen. „Kann ich auch mal schießen?“ „Wie geht das hier?“ „ Ich treffe als erster!“ Hellauf begeistert beginnen die ersten unter Anleitung zu schießen. BAM, ein Luftballon platzt. BAM, ein zweiter. Die Menge verdichtet sich. Dass 4 Bögen reichen würden, war vllt. etwas zu optimistisch geschätzt.

Beim Pfeileholen entbrennt die blanke Panik. Jeder braucht noch einen Pfeil, jeder will noch mal schießen. Die älteren zeigen den jüngeren wie es funktioniert und geben Insidertipps. Meine Wangen beginnen zu schmerzen. Wer hätte gedacht, dass sie so schnell treffen würden? Ich puste unentwegt Luftballons auf. BAM, BAM, … BAM. Pfeileholen. BAM, … BAM, ... In den folgenden 4 Stunden gibt es einige Duelle, Erfolge, Misserfolge, Glücksschreie, Flüche aber vor allem Spaß an der Freude.

Samstag, 14.00. Die Süßigkeiten gehen langsam aus. Ich pfeife das Finale an: Die letzten 10 Luftballons, die letzten 10 Süßigkeiten. Die Kinder drängen noch einmal an die Schießlinie, jeder will noch etwas abstauben. Um einen Luftballon entbricht ein Duell. Nur der Beste könne ihn treffen, nur der Beste verdiene den Sieg. 12 Pfeile, kein Treffer. 24 Pfeile, wieder nichts. Erst nach gut 56 Pfeilen ertönt schließlich der Siegesschrei. Es war vorbei.

Naja, noch nicht ganz. Ich baue die Bögen ab, verstaue die Pfeile und beseitige das Luftballonmassaker. Einige Vereinsmitglieder helfen mir, die Scheiben abzubauen und boten mir Essen und Trinken an. Wir sitzen noch eine gemütliche halbe Stunden in der Sonne und tauschen Eindrücke über den Tag aus. Um 16.00 verabschiede ich mich schließlich mit einem Flutschfinger in der Hand von den Leuten. Vielen Dank für den schönen Tag. Ich hoffe, wie sehen uns spätestens im nächsten Jahr wieder.

 

F.

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