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Am Freitag, den 9. August machten wir uns gegen 17:00 auf den Weg nach Hasselfelde, nachdem wir sichergestellt hatten, dass wir alle Bögen, genug Essen, Zelte und sonstige Camping-Sachen eingepackt haben. Wir waren 7 Leute: Bendix Bünger, Louis Flender, Max Zell, Paul Richter, Phillip Hoffmann, unser Trainer David Oehme und ich. Die Fahrt Richtung Hasselfelde verlief ohne große Zwischenfälle außer einem kurzen Stop bei McDonalds um uns mit Junkfood vollzustopfen und unserem neuen Vereinsmaskottchen Ted beim Catwalk durch den Laden zuzusehen. Gegen 22:00 kamen wir schließlich auf dem Campingplatz an und begannen hochmotiviert und voller Elan mit dem Aufbau der Zelte. Und auch trotzdem das eine Zelt eher instabil aussah, reichte es doch, die erste Nacht zu überstehen.

Am nächsten Morgen aßen wir gemeinsam Stulle mit Brot zum Frühstück und bereiteten uns auf den kommenden Wettkampftag vor; der eine mit einer Versorgungstasche, die wohl gute 2 Tage in der Wildnis gereicht hätte, der andere mit einem Toast ohne Belag und der offensichtlichen Hoffnung auf besser vorbereitete Gruppenmitglieder. Währen David die Anmeldung für uns erledigte, konnten wir uns einschießen und Gruselgeschichten von Gruppen vergangener Wettkämpfe austauschen. Anschließend gingen wir zum Sammelplatz, ließen unser Material abchecken und warteten darauf, den ersten Parcours betreten zu können.

Nach den üblichen einleitenden Worten der Veranstalter wurden wir dann zu unseren Zielen begleitet. Um 10:30 begann dann auch das Schießen endlich. Meine Gruppe bestand aus vier Jägern, einem U12, einem U20 und zwei Herren. Die Sonne schien, die Ziele waren saumäßig gut aufgestellt und wir hatten alle gute Laune, sodass der erste Wettkampf zwar lange dauerte aber alles in allem sehr viel Spaß gemacht hat.

Nach unserer Rückkehr zum Sammelpunkt verglichen wir eifrig unsere bisherigen Ergebnisse, zogen uns gegenseitig auf, was eigentlich „todsichere Kills“ hätten sein müssen und mutmaßten über unsere Chancen auf eine gute Platzierung. Um dann auch für den nächsten Tag genügend Proviant zu haben und unsere erste Runde zu feiern, gingen wir anschließend einkaufen. Wir entschieden uns, am Abend zu grillen, doch zurück bei den Zelten war noch niemandem nach Abendbrot. Kurzerhand gingen wir in ein Freibad gleich beim Sammelpunkt vom Vormittag und probierten uns auf den 3- und 5m-Türmen aus. Das Wasser war glücklicherweise erträglich frisch, genauso wie die Duschen. Wir hatten aber viel Spaß und danach auch endlich Hunger. Zurück in unserem Lager entspannten sich einige, andere gingen zum Einschießplatz und wieder andere aßen von Hunger geplant ihre letzten Reserven vom Parcours. Nachdem es dann wirklich alle nicht länger aushielten, begannen wir dann zu grillen und nach Einbruch der Nacht, die Sterne zu bewundern. Einer nach dem anderen verschwanden wir dann in den Zelten und holten sich den erholsamen Schönheitsschlaf für den nächsten Tag.

Kurz vor 7:00 begann dann für die ersten der zweite Tag. Nach einer belebend kalten Guten-Morgen-Dusche für einige gab es dann Frühstück für alle, gefolgt vom Aufräumen und Zusammenpacken unserer Habseligkeiten. Nach einem kurzen Einschießen lief dann alles wie beim Tag zuvor, außer dass wir den Parcours wechselten und wir uns die Begrüßung größtenteils sparen konnten. Auch die zweite Runde war von grandiosem Wetter begleitet, doch mit zunehmender Anzahl verschossener Pfeile nahm die Stimmung langsam ab. Doch nachdem auch das letzte Ziel verfehlt war, war die Anspannung schlagartig wieder weg – es war vorbei.

Zurück bei den Zelten, korrigiere: beim Campingplatz, weil David bereits alles zusammengebaut und im Bus verstaut hatte, mussten wir uns nun irgendwie die Zeit bis zur Siegerehrung vertreiben. Der ursprüngliche Plan, noch mal baden zu gehen, fiel ins Wasser; stattdessen bewarfen wir uns gegenseitig mit Gras, quälten Ted und veranstalteten Schwertkämpfe mit Rohschäften. Und dann, nachdem die kostbaren Urkunden fertig gedruckt waren, ging es endlich los. Louis Flender und Phillip Hoffmann holten in ihren Altersklassen die Goldmedaille nach Berlin. Bendix Bünger erreichte den 3. und Paul Richter in der gleichen Altersklasse den 4. Platz. Max Zell erreichte den 6. Platz in der U17 und Frank Bobert den 10. in der Ü45 Jagd. Alles in allem war es also ein sehr erfolgreicher Wettkampf!

Auf dem Heimweg machten wir noch unseren obligatorischen Zwischenstop bei McDonalds um uns mit Cola wach zu halten und fuhren dann ohne Umwege nach Berlin. Doch die Cola verfehlte scheinbar ihre Wirkung, denn zurück im Bus sackten fast alle erschöpft in sich zusammen und schliefen bis wir Berlin erreichten. Als wir auf dem Platz ankamen war die Sonne bereits verschwunden, doch der Bus musste noch sauber gemacht werden. Wir rappelten uns also zur letzten Aktion für diesen Tag auf, bevor wir endlich nach Hause fahren und in unser Bett fallen konnten.

 
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